Blogeinträge (Tag-sortiert)

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~Ungarn....Radpuszta~

Der vorletzte Teil meines Reisetagebuchs, bald habt ihrs überstanden *gg*

Nach unserem langen Ausflug gings am nächsten Tag zur Erholung wieder in unsere kleine Bucht. Auch unsere beiden Uromas waren wieder da. Die eine noch recht rüstig, mit Gehstock, an die Mitte 80, plantschte und schwamm mit ihrer kleinen UrUrenkelin. Die zweite nicht mehr ganz so gut zu Fuss, geschätzte 95-100 Jahre alt, wurde immer im Rollstuhl zur Bucht gefahren und von Tochter und Enkeltochter weit in den See geführt, damit sie dort ein wenig schwimmen konnte. Ich fand das immer sehr berührend, wie sich um die alten Damen gekümmert wurde und welche Lebensfreude diese ausstrahlten. Ein Bild dass man hierzulande leider gar nicht bis selten antrifft.

Am Mittwoch, den 20. August, war Nationalfeiertag und wir dachten ein Ausflug wäre aufgrund von Menschenmassen wohl wenig ratsam und so zog es uns zu einem weiteren Festival ins 10 km weit entfernte Balatonboglar. Hier kam auch unser Junior so richtig auf seine Kosten. Jede Menge Fahrgeschäfte, Karussells, ungarische Wilde Maus *gg*, Bälle oder Ringe werfen, Fische Angeln usw. Natürlich haben wir uns vorher von dem ordnungsgemässen Aufbau der Geräte überzeugt. Ihr könnt Euch erinnern? Siehe letztes Bild.

Und auch Mama, Papa und Oma haben es sich gut gehen lassen. Und dabei ist dieses Foto entstanden.


Na - aber ich meine nicht uns beiden dahinten. Sondern des Weißbier da vorne *gg*
Nach 1 1/2 Wochen ungarischem Rotwein tut einem Bayern so a Weizen schon recht wohl, und einem Hessen natürlich auch ;-)

Und auch am Abend haben wir es uns gut gehen lassen. Wir sind in die nahe und inmitten von Weinbergen gelegene Rádpuszta gefahren. Ein schöner Reiterhof wo man Pferdevorführungen und das Pusztaleben dargeboten bekommt. Viele Lipizzaner kann man hier bewundern.















Uns aber zog es ins Gasthaus und in den Weinkeller. Dieser ist aus dem Jahre 1860, der größte rund um den Balaton und in alten Eichenfässern lagern dort um die 45 000 l Wein. Das größte Fass hat ein Fassungsvermögen von knapp 11 000 l. Aber bevor wir zur Weinprobe ins Gewölbe tauchten nahmen meine Mama und ich erstmal den Kampf mit der Csikosplatte auf. Wir hatten für 2 Personen bestellt, nicht für 4. Und der Kellner meinte auch noch frech, wenns nicht reicht sollten wir uns doch bitte melden *gg* Das Foto verharmlost die Wirklichkeit, es war mächtig, ich sage Euch. Aber wir haben es gepackt, wir wollten ja weiterhin gutes Wetter haben ;-)

Und begleitet wurde unser Mahl von Zigeunermusik. Schön gespielt hat er ja der Geiger, aber ein bisserl aufdringlich war er schon. Und Euronen wollt er sehen, keine Forint nene ;-) Das machte er uns unmissverständlich klar, indem er einen 10-Euroschein sichtbar in seiner Geige stecken hatte. Nachdem wir ihm aber bereits eine total überteuerte (selbstgebrannte) CD abgekauft hatten, hab ich diesen Fingerzeig einfach übersehen.



Und spätestens im Weinkeller hatte ich dann mit meinem Darm zu kämpfen. Erst die Hitze oben, das fette und viele Essen, der Wein, und dann die apbrupte Kälte im Keller. Man sah mich so schnell lange nicht mehr laufen ;-)

Teil I die Anfahrt                                         Teil VI Bugac-Puszta
Teil II das erste Plantschen                          Teil VII Balatonlelle
Teil III der Höhlensee in Tapolca                  Teil IIX Székesfehérvár
Teil IV die Wasserbüffel am Kis-Balaton        Teil IX  Budapest
Teil V die Sternenburg

Schwammerlweib 02.10.2008, 09.20 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Das war mein September~

Wort/Satz des Monats: Niveaulos

Wetter: hochsommerlich begonnen um herbstlich zu enden
Geburtstage: Schwiegermama

Buch des Monats: Kalte Herzen - Tess Gerritsen
Film des Monats: Räuber Kneissl
Musik/CD des Monats:

Friseurtermin: Nein
Arzttermin: Nein

Getränke: Federweisser
Essen: Zwiebelkuchen

Schönstes Erlebnis: Unser Familienzuwachs Pinocchio
Ärgernis des Monats: Dumme unhaltbare Vorwürfe an den Latz geknallt zu bekommen
Erkenntnis des Monats: Sucht kann eine 40-jährige Freundschaft zerstören
Leidenschaft des Monats: Fotos bearbeiten

Stimmungsbarometer: durchweg positiv, aber ein wenig antriebslos

Bild des Monats: Der Tiefenbach am Kloster in Polling


Schwammerlweib 01.10.2008, 12.59 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Ungarn....Budapest~

Die Weiterfahrt nach Tata hat länger gedauert wie erwartet und unser Aufenthalt hat sich auch anders gestaltet wie geplant.

Wir waren früher öfter mit dem Wohnmobil dort, haben an einem ganz bestimmten Parkplatz direkt am See viele Tage verbracht. Und diesen Parkplatz haben wir gesucht, aber nicht gefunden. Überhaupt hat sich sehr viel dort verändert mit wenig Wiedererkennungswert. Wir wollten dann von der Altstadt aus einen Spaziergang machen, haben aber die Rechnung ohne unseren Jüngsten gemacht. Der hatte schon wieder Hunger, und so begaben wir uns auf die Suche nach Essbarem. Die Suche, das Speisen, der Rückweg haben unsere Zeit aufgezehrt, wir wollten ja noch weiter.
Also sind wir doch ein wenig enttäuscht aber mit vollem Magen weiter in die ungarische Hauptstadt gedüst.

Und dieser Abend in Budapest gehört eindeutig zu unseren Urlaubshöhepunkten.



Budapest zählt zu Recht zu den schönsten Städten der Welt und hat so schmückende Beinamen wie Königin der Donau oder Paris des Ostens.

Als Kind durfte ich schon viele Eindrücke dieser beeindruckenden Stadt erleben, aber ich habe lange noch nicht Alles gesehen. Wie zum Beispiel der Blick vom Hügel auf das nächtliche Lichtermeer.

Und genau das haben wir uns vorgenommen. Budapest bei Nacht. Begonnen haben wir unsere Tour an der Fischerbastei und sind dann über den Paradeplatz Richtung Burgpalast maschiert. Hier empfing uns ein Riesenmarkt anlässlich des Staatsfeiertags und rund um den Burgpalast fand ein weiteres Festival statt mit Livemusik und vielen zauberhaften Marktständen an denen traditionelle ungarische Handwerkskunst präsentiert wurde.



Es hat bereits gedämmert und rund um den Palast entzündeten sich allmählich unzählige Lichter. Kurze Zeit später hatte man einen traumhaften Blick auf Budapest dass im Lichterglanz erstrahlte und der knallorange Vollmond machte diese atemberaubende Atmosphäre nahezu perfekt. Ich habe geknipst und geknipst und geknipst ..... und kann leider im nachhinein nur eine Handvoll Bilder wirklich gebrauchen. Über 2/3 verwackelt. Keine Ahnung wieso, ich kanns mir nicht erklären! Wie ich mich geärgert habe, auch jetzt noch, könnt ihr bestimmt verstehen!!

Aus den wenig brauchbaren habe ich aber immerhin ein Web-Album gebastelt, dass ihr HIER anschauen könnt.

Ach ja, was ich hier noch anmerken könnte: Unterliege nicht dem Irrtum zu glauben, ein Japaner mit der hochwertigsten Kamera um den Hals könnte auch photographieren *gg*



Teil I die Anfahrt                                                 Teil V die Sternenburg
Teil II das erste Plantschen                                  Teil VI Bugac-Puszta
Teil III der Höhlensee in Tapolca                          Teil VII Balatonlelle
Teil IV die Wasserbüffel am Kis-Balaton                Teil IIX Székesfehérvár

Schwammerlweib 30.09.2008, 14.23 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Heute~

Heute in 23 Jahren feiern wir Silberhochzeit.

Heute in 28 Jahren sprechen wir vom 30 jährigen Krieg? ;-)

Schwammerlweib 29.09.2008, 10.05 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Salute!~

1 Jahr ist es her dass die Idee unserer Kulinarischen Weltreise geboren wurde.

Mit einem spanischen Tapas-Abend hatte Alles angefangen und seither haben wir 10 Länder kulinarisch bereist.

Ein kurzes Resümee: Der schwedische Abend war bislang der Schönste. Von der tschechischen Hauptspeise träumen wir heute noch. Kamerun war bislang das exotischste Land, Russland wird uns nicht zuletzt wegen der Flasche Wodka lange in Erinnerung bleiben. Meine Fritattensuppe am österreichischen Abend war ein Traum. Fast wie beim Opatija-Grill hats am kroatischen Abend geschmeckt. Die griechische selbstgemachte Pita war superlecker. Nur bei der Reise nach Frankreich erlebte ich mit meiner Creme Brulée ein halbes Desaster ;-)

Tja und wie könnte man einen solchen Jahrestag anders begehen als mit einer Reise zu einer der reichhaltigsten und abwechslungsreichsten Küchen die ich kenne?

Unser Jubiläumsabend - Italien!

Eigentlich wäre ja mein Mann zuständig für die Vorspeise gewesen, aber irgendwie kam er mit der Rezeptsuche nicht so richtig in die Gänge. Also hab ich für ihn die Auswahl getroffen und irgendwie stand ich dann auch zur Zubereitung ziemlich alleine da ;-)

Aber zumindestens ein Antipasto konnte ich ihm aufs Auge drücken. Und so stand er rührend am Herd. Und meine Mutter stand rührend daneben und war um ihre Polenta bemüht. Sehr rührend wie die zwei nebeneinander werkelten ;-)

Und weil sich das Rührspiel noch ein wenig hinziehen sollte und mein Schwesterherz und ich so schön langsam Durst bekamen, hat sie im Auftrag der Schankkellnerin des Abends mal eben 4 Gläser Limoncello mit Prosecco zurechtgemacht um unseren Appetit noch mehr anzuheizen. Giftig lecker das Zeugs! Zu lecker um ein zweites Glas zu verschmähen ;-)

Endlich gings zu Tisch. Meine 3 weiteren Antipasti hab ich schon mit frischem Ciabatta angerichtet und natürlich geknipst. Als mein Mann mit seinen Olive fritte (Sizilien) kam stürzten wir uns förmlich aufs Essen, sodass ich vergass auch seine Kreation abzulichten *gg* Aber ich kann Euch wenigstens sagen dass er vorzüglich gekocht hat. In Öl, Wein und Kräuter gebratene Oliven. So lecker, dass sogar ich davon gegessen habe, da ich sonst kein Olivenfreund bin!


Carote in agro (Piemont) - Prosciutto e fichi - Feigen mit San Danieleschinken (Friaul) - Antipasto di peperoni (Piemont)


Ein Ah und Oh war das am Tisch *gg* Obwohl das Angebot reichhaltig war blieb fast nichts davon übrig, aber man kann doch nicht aufhören wenns so prima schmeckt. Auch wenn das Hauptgericht erst noch kommen sollte, oder wie man in Italien sagt die Primi Piatti. (1. Hauptgang)

Und beim Hauptgang hat sich Mama wirklich etwas einfallen lassen. Speisen wie anno dazumal. Polenta alla spianatora! Was soviel heisst wie Polenta auf dem Holzbrett. Ein sehr ursprüngliches Gericht aus den Abruzzen.

Die fertige Polenta wird auf einem Holzbrett verteilt und in die Mitte kommt das Paprikafleisch, obendrauf reichlich Parmesan (den Mama allerdings vergessen hat)!


Polenta alla spianatora (Abruzzen)

Ja da haben wir schon Augen gemacht. Mal was ganz Anderes! Und noch erstaunter waren wir, als Mama uns die von mir gedeckten Teller entfernte. Nein, Teller brauchen wir nicht. Es wird gemeinschaftlich vom Brett gegessen. Die Gabeln durften wir behalten *gg*

Ein ganz neues Erlebnis - sehr lustig - und sehr lecker!!

Ich hab mir extra ein neues Riesenbrett angeschafft, denn dieses Gericht schreit förmlich nach Wiederholung!!

Zum Hauptgang kredenzte unsere Schankkellnerin einen Montepulciano d´Abruzzo der das Ganze geschmacklich abrundete.

Oben schrieb ich vom 1. Hauptgang, Primi Piatti, der in der Regel eine Pasta, ein Risotto oder eine Suppe darstellt. In der italienischen Menüfolge ist demzufolge auch ein Secondi Piatti vorgesehen mit Fisch- oder Fleischgerichten. Bei uns war das zweite die erste Wahl, denn mal ehrlich, wer soll das Alles essen ohne zu platzen??

Zur Verdauung hat sich meine Schwester für einen Grappa del Veneto vom Fass entschieden, der uns zumindestens das Gefühl gab die Verdauung ein wenig zu fördern, damit noch die Nachspeise reinpasst.

Und während wir also so grappatrinkender Weise verdauten gab uns Schwesterherz ihr Brauchtum zum Besten. Sie erzählte uns von einem der wichtigsten kirchlichen Feiertage Italiens, vom Ferragosto.

Und auch wenn Alle schon ganz gierig auf die neue Auslosung waren, so doch bitte Alles schön der Reihe nach. Ich war mal wieder für das Dessert zuständig. Zum dritten Mal in Folge *gg* Ich hoffe das neue Los ist gnädig.

Die Italiener lieben es ja süß und es gibt eine Vielzahl von Dolci/Süßen Nachspeisen. Tiramisu, Gelato, Panna Cotta, Zabaione, Cassata ist wohl allen bekannt und haben wir wohl alle schon mal irgendwann genießen können. Deshalb war ich auf der Suche nach etwas weniger bekanntem und bin mit einer Semifreddo, einer eisgekühlten Schichttorte aus der Emilia-Romagna, fündig geworden.


Semifreddo (Emilia-Romagna)

Die Zubereitung war schon ein bisschen knifflig und zeitaufwändig, aber ich habs mir schlimmer vorgestellt als es war und alleine der Geschmack war jeden Aufwand wert!!

Und auch wenn an diesem Abend jeder nur 1 Stückchen gegessen hat, so war die Torte spätestens am nächsten Tag bis auf ein paar Krümel vernichtet.

Nun gings aber endlich an die Auslosung. Ich wollte ja unbedingt nach Ungarn um unseren leckeren mitgebrachten Mirabellen-Honig-Likör zu verköstigen, aber Ungarn wurde genauso wenig gezogen wie Indien und die Schweiz.

Dagegen hat Thailand das Rennen gemacht und bereits morgen geht also unsere kulinarische Weltreise nach Südostasien und somit ins zweite Jahr!! (und ich habe schon wieder die Nachspeise)

Schwammerlweib 25.09.2008, 12.09 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Ungarn.....Székesfehérvár~

Sonntag 17.08.08: Auch in dieser Nacht wütete der Sturm, der die Luft auf ungewöhnliche 17 ° C abgekühlt hatte. Zum Schwimmen und Sonnenbaden also eindeutig zu frisch, und nachdem wir auch an diesem Tag keinen Ausflug geplant hatten machten wir einen Spaziergang durch unseren Urlaubsort Balatonszemes, unter anderem zum Hafen.














Für Angler ist Ungarn ein Paradies und deshalb trifft man auch rund um den Balaton zahlreiche Freunde des Angelsports, vielleicht aber auf noch mehr Angelsportgeschäfte *gg*


Gegen Vorlage eines Personalausweises kann jeder ausländische Gast einen Gebietsangelschein für wenige Euro erwerben. Die Preise sind nach Gewässer und Fischbestand unterschiedlich. Man hat die Möglichkeit vom Boot oder vom Steg aus zu angeln und bis tief in die Nacht kann man an den Molen Anglerfreunde sehen.
Im Balaton tummeln sich an die 40 verschiedenen Fischarten, am bekanntesten und beliebtesten ist aber wohl der Fogas, Balaton-Zander, eine Zanderart die nur am Plattensee vorkommt. Der Fisch wird im Ganzen gegart oder als Filet serviert. Süllö heißt er wenn er noch sehr jung ist und unter 1,5 kg auf die Waage bringt.
Eine weitere ungarische Fischspezialität ist die Halászlé, eine kräftig gewürzte Fischsuppe aus verschiedenen Fischsorten.



Montag 18.08.08: Unser nächster Ausflug stand auf dem Programm. Und wir hatten uns einiges vorgenommen. Endziel für diesen Tag war Budapest. Aber nachdem wir ja auch ein bisschen Erinnerungen auffrischen wollten packten wir noch Tata ins Ausflugspaket, was nur ca. 70 km von der ungarischen Hauptstadt entfernt liegt.
Dank unseres Reiseführers planten wir aber noch einen Zwischenstop mit ein in der Stadt Székesfehérvár. Zu Deutsch - Stuhlweißenburg.

Ungarns älteste Königsresidenz trägt die Fürstenfarbe "weiß" im Namen und trug seit der Römerzeit den Namen "Alba Regia". Weiß für das Herrschende, Stuhl bezeichnet den Thron. 500 Jahre war die Stadt Krönungsort für 37 ungarische Könige, 15 davon fanden hier ihre letzte Ruhestätte.
Durch Fürst Géza wurde Székesfehérvár 970 zur ersten ungarischen Hauptstadt erhoben. Sein Sohn Stephan I. wurde hier 1001 zum ersten ungarischen König gekrönt. Sein Gedenktag ist der 20. August der in Ungarn Staatsfeiertag ist und wie schon von mir erwähnt groß gefeiert wird.
König Stephan I. starb 1038, sein Sarg, der sogenannte Stephans-Sarkophag, steht im Eingangsraum zum Ruinengarten. Hier sind die Grundmauern der Krönungskirche zu finden, die 1602 von den Türken gesprengt wurde.
1083 wurde er heilig gesprochen.



Die "Goldene Bulle", lt. Überlieferung die erste ungarische Verfassung, wurde 1222 in Skékesfehérvár ausgerufen. Im Mittelalter ist die Stadt kirchliches, kulturelles und staatliches Zentrum Ungarns. In die Hände der Türken fiel die Stadt 1543 und es dauerte 145 Jahre bis zur Befreiung. Den Rang der königlichen, freien Stadt erhielt sie 1703 zwar zurück war aber nicht mehr Hauptstadt. Ab 1777 war die Stadt Bischofssitz und von da ab setzte eine starke Bautätigkeit im Barockstil ein, von dem man sich im unter Denkmal stehenden Stadtkern selbst ein Bild machen kann.

Wir wollten uns in Skésfehérvár eigentlich gar nicht solange aufhalten, da wir ja noch einiges an Programm vor uns hatten. Aber die stilvolle Altstadt mit ihren bedeutenden Kunstschätzen des Spätbarocks und Zopfstils hat uns sehr gefesselt. Zudem war auf dem Platz vor dem bischöflichen Palais auch noch ein sehr schnuckeliger Markt der zum Schauen, Verweilen und Kaufen einlud. Den Ruinengarten und den Stephans-Sarkophag konnten wir leider nur von weitem erspähen, da am Montag Ruhetag ist.
Ausserdem hätte mich als nostalgische ehemalige Apothekenmitarbeiterin ein Museumsbesuch in der Jesuiten-Apotheke "Zum Schwarzen Adler" interessiert, aber wir haben sie leider nicht gefunden. Entweder ständig vorbeigelaufen oder der Stadtplan war falsch. Leider!



Aber es gab ja noch genug anderes zum Schauen in dieser reizenden, mediterran anmutenden Altstadt. Ein paar Eindrücke habe ich HIER in einem Webalbum wieder festgehalten. Am Besten wieder per Diaschau!

Dennoch mussten wir uns dann am frühen Nachmittag nach einer kühlen Erfrischung losreissen, denn zum nächsten Ziel nach Tata am alten See war gut eine Stunde Fahrzeit einzurechnen.

Fortsetzung folgt.....mit dem weiteren Ausflug nach Tata und Budapest bei Nacht.

Teil I die Anfahrt                                       Teil V die Sternenburg
Teil II das erste Plantschen                        Teil VI Bugac-Puszta
Teil III der Höhlensee in Tapolca                Teil VII Balatonlelle
Teil IV die Wasserbüffel am Kis-Balaton

Schwammerlweib 23.09.2008, 12.50 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~viel Arbeit - Jahrestage - Pinocchio~

Ein bisschen ruhiger hier im Moment, ich arbeite momentan mit an einem Projekt dass viele Tabellen und Daten enthält und mir abends nur noch den Kopf schwirren und mich kaum klar denken lässt.

Froh bin ich dass am Dienstag der Kindergarten wieder begonnen hat. Der kleine Mann war unausgeglichen und gelangweilt, denn Mama musste überwiegend arbeiten und konnte den Racker nicht permanent beschäftigen. So ist denn nun hier wieder Ruhe eingekehrt, ich kann mich voll meiner Arbeit widmen, bin ausgeglichener und kann mich nachmittags ganz meinem Junior widmen.



Bringt Eure Latschen in Sicherheit

Und in dem ganzen Trubel hab ich doch glatt mein 3-Jähriges vergessen. Dabei hab ich mir doch selbst dazu ein Geschenk gemacht. Die Fotogalerie, die mir Bea auch prompt eingerichtet hat, noch vor unserem Urlaub.

3 Jahre blogg ich hier nun schon so vor mich hin, mit wachsender Begeisterung. Und dazu tragt ihr einen großen Anteil bei. Deshalb ist es einfach mal an der Zeit Danke zu sagen, für Eure Treue, Eure Anteilnahme, Eure Zeit und Eure Kommentare!!

Auch Geburtstag feiert unsere kulinarische Weltreise. Genau vor einem Jahr ist die Idee entstanden und wir haben einen superschönen italienischen Abend gehabt. Ich werde auf alle Fälle noch berichten.

Dass ich nun schon 20 Jahre zum Bruttosozialprodukt beitrage, 18 Jahre davon in derselben Firma, ist nicht unbedingt erwähnenswert ;-)



Chips - unerreichbar für Pino, und das ist gut so ;-)

Ja wie gesagt, ausser viel Arbeit gibts momentan nicht viel zu berichten. Ich muss mich sputen dass ich vor unserem Pragwochenende noch den Ungarnreisebericht fertig bekomme *lach* - aus Kürbistan wollte ich auch noch berichten und gesammelte Stöckchen hab ich hier haufenweise herumliegen. Gottele - ich bin im Blogstress!

Ach ja - unser Pinocchio wächst und gedeiht und hat nur Flausen im Kopf. Wenn ich den mit unserem Sohnemann alleine ließe, ich glaub wir könnten die Wohnung neu renovieren. Ein paar neue Fotos habe ich für Euch!



Unterm Tisch, zwischen 2 Glasplatten
Ich könnte mir einen bequemeren Platz denken, aber da hat es Sina als Welpe auch schon hingezogen

Schwammerlweib 18.09.2008, 16.21 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Ungarn....Balatonlelle~

Es hat sich bei der Rückfahrt aus der Bugac-Puszta schon abgezeichnet dass die Nacht sehr sehr stürmisch werden würde. Und so wars dann auch. Wir waren erledigt von dem Ausflug und haben geschlafen wie die Murmeltiere während der Sturm ums Haus pfiff und auch der Regen die strohtrockene Erde ein wenig befeuchtet hat.

Alles was nicht niet- und nagelfest war lag irgendwo im Garten herum, inklusive unserer Handtücher und Badesachen. Nass und voller Erde und Sand.

Nachdem es deutlich abgekühlt hat, an Schwimmen aufgrund Sturmwarnung nicht zu denken war, ein Ausflug heute nicht geplant war hab ich mich erstmal ans Handtuchwaschen gemacht. Große Frotteehandtücher im Zuber mit der Hand. Mir taten danach die Hände und das Kreuz weh *gg* Nix gewohnt oder wie haben die das früher ausgehalten so ohne Waschmaschine??












Am Nachmittag wurde das Wetter dann doch bedeutend wärmer und freundlicher und wir machten uns auf ins 7 km entfernte Balatonlelle.
Am 20. August hat Ungarn seinen Nationalfeiertag zu Ehren des ersten ungarischen Königs Stephan I. Und jedes noch so kleine Kaff das was auf sich hält hat anlässlich dessen die ganze Woche Markt oder spezielle Veranstaltungen. Und überall nennt sich das dann Festival.













Genauso wie in Balatonlelle. Ideal zum Schlendern und Schauen. Und der Sankt Stefan Platz (Szent Istvan ter) ist ein schöner Platz zum Kaffee trinken und Beobachten.
Balatonlelle ist eine typische Touristenhochburg incl. Nachtbars und Diskotheken.
Sehr überlaufen, man hört mehr deutsch wie ungarisch - mal so zum durchschlendern und kurz verweilen ganz nett, aber ständig brauch ich den Trubel nicht um mich.

Ein paar Impressionen könnt ihr oben sehen. Das Spanferkel hats meinem Mann angetan und er hat uns tagelang keine Ruhe gelassen bis wir dort dann eine ordentliche Portion verdrückt haben *gg*
Das Schild mit dem Eichhörnchen hab ich nicht kapiert!!! Vorsicht vor Eichhörnchen??? Hab nirgendwo eines gesichtet *gg*
Und hätte ich mehr Zeit gehabt dann hätte ich mich bei dem Herrn Porträtist auf Papier bannen lassen, aber sein Auftragsbuch war zu enorm.

Ach ja - wisst ihr zufällig was eine gebügelte Hühnerbrust ist?? ;-)



Fortsetzung folgt ....mit dem Hafen von Balatonszemes und einem Ausflug nach Székesfehérvár

Teil I die Anfahrt                             Teil IV die Wasserbüffel am Kis-Balaton
Teil II das erste Plantschen              Teil V die Sternenburg
Teil III der Höhlensee in Tapolca      Teil VI Bugac-Puszta

Schwammerlweib 16.09.2008, 23.05 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Ungarn....Bugacpuszta~

Donnerstag 14.08.08: Zur Entspannung war wieder Badetag in unserer kleinen Bucht angesagt und Abends gings wieder zu unserem Weinfass.

Freitag 15.08.08: Es hieß früh aufstehen. Denn wir hatten uns heute den ersten größeren Ausflug vorgenommen. 250 km einfache Strecke. In die Bugac-Puszta.
Ein Wunsch meiner Mama. Auf einer Ungarnreise ohne uns Kinder, quer durch Ungarn mit dem Wohnmobil, hatte sie dort schon mal ein paar schöne Tage verbracht. Damals hatten meine Eltern mehrere Liter Wein mit einem Csikos getrunken und der erzählte dann weinselig "Wenn ich trinke eine Flasche darf ich schlafen bei Mama, wenn ich trinke zwei Flasche muss ich schlafen bei Hund!"

Wir haben uns ausgerechnet einen der heissesten Tage für unsere Pusztafahrt ausgesucht. Und wir haben uns dummerweise mit der Strecke ein wenig verkalkuliert und einen Umweg fahren müssen um unser Ziel zu erreichen. Aber irgendwann waren wir dann da und was wir gesehen haben hat uns für das Alles entschädigt.

Die Bugac-Puszta ist Teil des Nationalparks Kiskunság der von der UNESCO als Weltnaturerbe aufgenommen wurde.
Der Name geht zurück auf den Volksstamm der Kumanen, einem Hirtenvolk, das im 13. Jahrhundert Natur und Siedlungsstrukturen prägte, die zum Teil bis heute erhalten geblieben sind. Auch deren alte Haustierrassen bevölkern noch immer die Weiden der Puszta.
Die ausgedehnten Sanddünen und die Steppen auf alkalischem Boden mit flachen Alkaliseen, die erst in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts austrockneten, waren als Ackerland ungeeignet. Als Weideland aber geradezu prädistiniert für die Tierzucht der altungarischen Nutztiere wie Graurind, Zackelschaf und des Mangalica-Wollschweins. Später dann kam das ungarische Halbblutpferd dazu. Der Nationalpark ist sehr um den Genbestand dieser Herden bemüht.



Wilde Hirtenromantik im abwechslungsreichsten, vielfältigsten, ursprünglichsten Landschaftsgebiet Ungarns mit Steppenweiden, ausgedehnten Salzflächen, Sanddünen, Wacholderwälder.

Bei Ankunft wird das Auto abgestellt und man erreicht das Gestüt auf dem die genannten Tiere gezüchtet werden entweder zu Fuß oder aber mit einer Pferdekutsche.



Nahe des Gestüts kann man sich im Hirtenmuseum den Alltag der Hirten, den Bau einer Hütte, Schnitzereien und Werkzeug betrachten.

Am Gestüt selbst kann man dann die wildromantischen Vorführungen der Pferdehirten, Csikos, bestaunen. Das hatte schon was mit dem alten Ziehbrunnen und der freigelassenen Graurinderherde im Hintergrund.



Der Rinderhirte ist im Übrigen der Gulyás, von dem das Gulasch seinen Namen ableitet. Allerdings ist in Ungarn das "Gulasch" eine im Kessel, traditionell über offenem Feuer, gegarte deftige Fleischsuppe. Das was hierzulande unser Gulasch ist den Ungarn das pörkölt.

Diese und weitere Bilder hab ich wieder ins Picasa Album hochgeladen. Hier entlang bitte! Ich hoffe ihr habt Spaß dabei!

Fortsetzung folgt.....mit einem Festival in Baltonlelle

Teil I die Anfahrt                          Teil IV die Wasserbüffel am Kis-Balaton
Teil II das erste Plantschen           Teil V die Sternenburg
Teil III der Höhlensee in Tapolca

Schwammerlweib 15.09.2008, 11.25 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Gestürzt~

bin ich heute morgen. Vom Wohnzimmer 2 Holztreppen in den Flur mit einer vollen Kaffeetasse in der Hand. Ich bin an irgendwas hängen geblieben mit dem linken großen Zeh. Während des Falls musste ich logisch denken. Wie fällt man ohne die weiße Wand im Flur über und über mit heissem Kaffee zu bespritzen und obendrein meine Lieblingskaffeetasse nicht zu zerschmettern auf dem Steinboden?

Yepp ich habs geschafft, der Kaffee lag auf den Fliesen, ich lag knapp daneben die Lieblingstasse krampfhaft in der Hand haltend, sie war heile. Dafür aber mein rechtes Knie nicht. Mit dem hab ich mich abgefangen. Aua, schaut böse aus und so tuts auch weh!!

Mit einem frischen Kaffee wünsch ich Euch ein schönes Wochenende!

Schwammerlweib 13.09.2008, 10.10 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL