Dumontinia tuberosa – der stille Frühlingszauber unter Buschwindröschen








Wenn der Wald im zeitigen Frühjahr langsam aus seinem Winterschlaf erwacht, geschieht etwas Magisches – leise, fast unbemerkt. Während die ersten Sonnenstrahlen durch das noch kahle Blätterdach fallen und weiße Teppiche aus Buschwindröschen den Waldboden schmücken, verbirgt sich zwischen ihnen ein ganz besonderer Pilz: der Anemonenbecherling (Dumontinia tuberosa). 

Er gehört zu den Schlauchpilzen (Ascomyceten) – und ist keiner, der laut auf sich aufmerksam macht. Kein kräftiger Farbton, kein imposanter Wuchs. Und doch: Wer ihn einmal entdeckt hat, wird ihn nicht mehr vergessen.


Der Anemonenbecherling ist eng an das Buschwindröschen gebunden, genauer gesagt an dessen unterirdische Teile. Aus einem schwarzen, knollenartigen Sklerotium im Boden – mit hellem Inneren und in Verbindung mit den Wurzeln der Pflanze – wächst ein schlanker, oft bis zu 10 cm langer, dunkler Stiel mit einem becher- bis pokalförmigen Fruchtkörper, später oft etwas flacher. 

Die Becher selbst sind meist nur 1 bis 3 cm groß und variieren farblich von hell- bis dunkelbraun. Auf dieses „knollige Dauerorgan weist auch der Artname tuberosa hin.


Seine Zeit ist kurz – meist von März bis April. Genau dann, wenn die Buschwindröschen blühen.

Interessanterweise findet man ihn nicht immer in dichten Blütenteppichen, sondern oft eher an lückigen oder leicht gestörten Standorten. Wer jedoch gezielt unter den weißen Blüten sucht, hat gute Chancen, die kleinen braunen Becher zu entdecken.

Eine mögliche Verwechslung besteht mit dem sehr ähnlichen Scharbockskrautbecherling (Sclerotinia binucleata), der jedoch ausschließlich am Scharbockskraut wächst – auch wenn beide Pflanzen häufig nah beieinander stehen.

Test

Kulinarisch hat der Anemonenbecherling keine Bedeutung. Er ist kein Pilz für die Pfanne, sondern für die stillen Momente im Wald.

Vielleicht ist es genau das, was ihn so besonders macht: Man muss langsamer werden, genauer hinsehen, sich ein wenig auf den Waldboden einlassen. Und plötzlich ist er da – unscheinbar, fast verborgen… und gerade deshalb so besonders.


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Schwammerlweib 29.04.2026, 00.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Schwammerlliebe, Waldtauchen, Pilzverrückt, Schwammerlnarrisch, Ascomyceten, Dumontinia,

Ein leiser Neubeginn zwischen Moos und Schwammerln

Oder auch.........Ich war dann mal kurz weg… (nur elf Jahre )


Manchmal beginnt eine Geschichte ganz leise.
Mit einem Schritt in den Wald. Mit dem Rascheln von Blättern unter den Füßen. Oder mit einem kleinen Pilz am Wegesrand, der plötzlich eine große Neugier weckt.

Von 2005 bis 2015 habe ich auf meinem Blog „Kerstins Nostalgia fast täglich geschrieben. Über das Leben, über kleine und große Alltagsgeschichten, über das, was man als Ehefrau und Mutter so erlebt, denkt und fühlt.

Dann wurde es hier still. Ganze elf Jahre lang.

Doch das Leben bleibt ja nie stehen. In dieser Zeit hat sich vieles verändert: Mein Sohn ist inzwischen selbst Papa geworden und hat mich damit zur Oma gemacht.

Heute zieht es mich oft hinaus in die Natur, durch Wälder und über Wiesen und auch auf diverse Berggipfel in unserer Gegend.
An meiner Seite läuft dabei fast immer mein Hund Chaplin, der meine Streifzüge begleitet und jeden Ausflug mit seiner ganz eigenen Neugier bereichert.

Die Natur hat mich schon immer fasziniert – ihre Pflanzen, ihre Tiere und dieses stille, wunderbare Zusammenspiel, das man nur draußen wirklich spürt.

Und dann sind da natürlich die Schwammerl.

Sie begleiten mich eigentlich schon seit meiner Kindheit. Früher waren wir oft mit Eltern und Großeltern im Wald unterwegs, um Pilze zu sammeln. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich später zu Hause beim Putzen der Funde saß – fast ein bisschen meditativ – und wie sehr ich mich auf Rahmschwammerl mit Semmelknödeln gefreut habe.

Lange Zeit reichte es mir, die klassischen Speisepilze sicher bestimmen zu können. Doch irgendwann wurde mir das zu wenig. Meine Neugier wuchs – und plötzlich zogen mich auch die ungenießbaren und giftigen Arten in ihren Bann. Ich begann zu entdecken, welch faszinierende und unglaublich vielfältige Welt sich dort verbirgt. Ich wollte mehr. Mehr verstehen. Mehr sehen. Mehr entdecken. Und so begann meine Reise in eine Welt, die weit über die bekannten Speisepilze hinausgeht.

Seit einigen Jahren lerne ich nun mit großer Schwammerlliebe und ungebremster Begeisterung immer weiter dazu. Und je mehr ich entdecke, desto klarer wird mir, wie unerschöpflich diese Welt eigentlich ist. Hinter jedem Pilz wartet schon der nächste, hinter jeder Erkenntnis wieder eine neue Frage.

Genau das macht diese Leidenschaft so besonders.

Auf diesem Blog möchte ich meine Funde mit euch teilen, meine Begeisterung weitergeben und vielleicht auch den einen oder anderen für diese faszinierende Welt begeistern.

Natur. Wandern. Flora, Fauna – und natürlich Funga.

Wenn du also Lust hast, mich auf meinen Streifzügen durch Wald und Wiesen zu begleiten und gemeinsam mit mir immer wieder neue Schwammerlwelten zu entdecken, dann bist du hier genau richtig.

Schön, dass du da bist.
Dein Schwammerlweib 





Schwammerlweib 01.04.2026, 19.55| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Waldgedanken | Tags: Schwammerlliebe, Waldtauchen, Pilzverrückt, Schwammerlnarrisch, Persönlich, ,

TestTestTest

Das letzte Basteln am Blog ist schon ein gutes Jahrzehnt her ;-) 

Bin nicht mehr so ganz fit. 


Aber ich bin zuversichtlich!
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Schwammerlweib 19.02.2026, 20.55| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Allgemeines | Tags: Allgemeines, Test, Design, Umbau,